Buchtipp: Birkenallee. Die wilde 19

Inhalt

Das kunterbunte Pappbilderbuch, welches sieben Mini-Bücher zum Vorlesen enthält, ist im September 2022 im migo Verlag (Oetinger) erschienen. Die Texte von Jasmin Schaudinn und Illustrationen von Katharina „Vectoria“ Bocklage nehmen die Lesenden mit in die Birkenallee Nummer 19 und zeigen, wie vielfältig eine Hausgemeinschaft sein kann. Dabei feiern sie Vielfalt und ihren Mehrwert für das Miteinander auf vier Etagen.

Das übergroße Pappbilderbuch fällt bereits durch sein Format aus der Reihe, welches geschlossen in etwa einem hochkant ausgerichteten A3-Papier entspricht. Weiterhin besitzt es angeschrägte Seiten für das Dach und auch der Schornstein ist ein wenig freigestellt. Das Titelbild füllt die komplette Fläche und zeigt bereits, wie vielfältig und wild, bunt und voller Leben die Birkenallee 19 ist. Es liegen Spielsachen vor dem Haus, ein kleiner Hund pinkelt beim Vorbeigehen an die Hauswand, Vögel nisten im Grün an der Hauswand, wo ein Lastenrad geparkt steht. Durch das ein oder andere Fenster lässt sich ein Blick auf die Bewohner*innen des Hauses erhaschen und draußen wird man von einem fröhlich blickenden Mädchen mit offenen Armen empfangen. 

Der Klappentext auf der Rückseite wurde um Kurzbeschreibungen der Familien und Wohngemeinschaften ergänzt, welche in der Wilden 19 zu finden sind. Hierbei wird deutlich, dass das Buch völlig angenehm unaufgeregt unterschiedliche Lebensrealitäten, Migrationsbiografien und Familienkonstellationen thematisiert. Da sind zum Beispiel Oskar mit seinem Papa Nickel und dem Hund Schröder, der so groß und strubbelig ist, dass so viel Hund fast zu viel für eine Familie ist und er daher einfach dem gesamten Erdgeschoss gehört. Mama Tinka und Mama Lucy leben im Haus mit ihren vier Kindern, bei denen Freund*innen jederzeit willkommen sind. Der ältere Herr Bergmann mit seinem Terrier freut sich ebenso regelmäßig über Besuch von den zahlreichen Kindern aus dem Haus. Coco-Malou geht es ähnlich, denn sie hat keine Geschwister. Jalil hingegen schon – sein Papa betreut im Moment zu Hause das Baby Saad. Und die sechsjährige Wanda mag, wie ihre im Rollstuhl sitzende Schwester Sontje, gerne Musik. 

Einen weiteren Blick in den Alltag der sieben Mietparteien kann man werfen, indem das Buch geöffnet wird. Hier blickt man auf die farbenfrohe Bebilderung der belebten Wohnungen, was unkonstruiert und aus dem Leben herausgegriffen wirkt. Auf der zweiten Innenseite befinden sich Schlitze, in welche die Mini-Bücher eingeschoben werden. Hierdurch finden die einzelnen Geschichten zu jeder der sieben Wohneinheiten immer wieder ihren Platz im Ganzen.

Ein Blick ins Buch

Fast schon nebensächlich erscheinen bei den vielen Details die Geschichten selbst, die wie erwähnt die Lebensrealitäten der diversen Hausgemeinschaft abbilden und Alltägliches erzählen. Es wird gespielt, gemeinsam musiziert, sich gegenseitig aufgemuntert, unterstützt, ein Fröhlichkeitsfest organisiert und gefeiert. Kurz: es wird Gemeinschaft gelebt!

Hier könnt ihr das Buch kaufen

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* Rezensionsexemplar: Dieser Beitrag ist im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit für die Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM) entstanden. Als Rezensentin darf ich für die AJuM aktuelle Kinder- und Jugendliteratur sowie -medien unter dem Gesichtspunkt der literarästhetischen Qualität und mit Blick auf den Einsatz in pädagogischen Arbeitsfeldern rezensieren.

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