Ich bin ein Ruderboot

Ein Ruderboot – ist sie jetzt irre? Nein. Ich möchte euch lediglich ein ganz wunderbares Tool näherbringen, um eure Kreativität zu steigern und eurer Intuition mehr Gehör zu verschaffen: das intuitive Schreiben.

In meiner Kindheit und Jugend habe ich viele Texte verfasst – poetisch, emotional, frei von allen Absichten. Mit der berufsbedingten “Professionalisierung” meiner Schreibarbeit, welche zum Ziel hatte, konkrete Botschaften zu übermitteln oder Kaufimpulse zu setzen, ging jedoch auch die Leichtigkeit verloren sowie der Mut, die Texte und somit mein Inneres zu zeigen.

Mutmacherin: Stattstadtmädchen

Bevor ich an dieser Stelle Impulse zum Kreativsein setze, möchte ich noch erzählen, wie inspirierend und berührend ich die Texte von Franziska Waldner, aka. Stattstadtmädchen finde. Auf ihrem Blog sowie in sozialen Netzwerken nimmt sie ihre Leserschaft regelmäßig mit auf wunderbare Reisen in das Innere eines jeden selbst. Dank ihr durfte ich feststellen: da war ja mal was in mir – Kreativität. Also ging die Reise, von Franzi’s lyrischen Herzerwärmern auf zur Selbstfindung sowie dem Herauskitzeln meines Schreibflows. Abseits von Redaktionsplänen und dem gezielten Platzieren von Messages. Danke, Franzi. 

Intuitives Schreiben - warum überhaupt?

Eingangs hatte ich bereits erwähnt, dass ich das intuitive Schreiben als sehr schöne Möglichkeit betrachte, dem Inneren etwas mehr Gehör zu verschaffen. Vielleicht unterstützt es auf diese Weise sogar dabei, Entscheidungen besser treffen zu können. Ein paar weitere Punkte sind:

  • hilfreich beim Lösen von Schreibblockaden
  • bewussteres Erleben von Emotionen
  • nützlich für Perspektivwechsel
  • mentale Entlastung durch das Niederschreiben von Gedanken

Und ganz nebenbei entsteht ein bisschen Kunst. Ist das nicht großartig?

Intuitives Schreiben - so geht's

Neben einer angenehmen Atmosphäre, etwas Ruhe sowie vorerst einem Zettel und einem Stift benötigt ihr lediglich eure Gedanken. Ihr könnt euch einmal “leer schreiben” oder alternativ ein zeitliches Limit setzen. Vielleicht gibt es ein konkretes Thema, zu welchem ihr schreiben wollt. Vielleicht sucht ihr euch zuvor aber auch noch etwas Impuls gebendes wie den Satz “Ich bin ein Ruderboot”. Und los geht’s! Schreibt einfach drauf los, ganz ohne das Berücksichtigen von Schreibregeln oder subjektiven Formulierungsfeinheiten!

Ich bin ein Ruderboot

Ich bin ein Ruderboot und gleite über den See - den stillen, glatten See. Links und rechts Stille, kein anderes Boot weit und breit. Außer, da, ganz hinten, weit hinten am Horizont entdecke ich ein weißes Fähnlein.

"Was ist das", frage ich mich. Ist es ein anderes Boot, ein Segelboot?
Kennt es den Weg? Und wenn ja, welchen überhaupt? Ist es mein Weg? Mein Ziel?

Keine Ahnung.

Ahnung. Benötige ich überhaupt eine Ahnung? Einen Weg? Ein Ziel? Oder ist es einfach ok, sich treiben zu lassen und Fragen zu stellen? Wertungsfrei.

Ich bin ein Ruderboot. Im Moment mache ich eine Pause.

Und das ist ok!

Am Ende dieser Übung steht es euch selbstverständlich frei, das Ganze dabei zu belassen oder aber auch zu schauen, welche unbewussten Botschaften aus eurem Inneren ihr mit auf das Papier gebracht habt.

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